24 Dinge, die mir 2018 gezeigt hat – 5. Dezember – Unverplante Zeit aushalten

Jetzt redet sie schon wieder von der Zeit. Ich weiß auch nicht warum mich das so beschäftigt, aber nachdem hier nur ich kuratiere, erlaube ich mir das. Also Zen in der Planung hilft mit unvorhergesehenen unplanbaren Ereignissen klar zu kommen, Die Vervierfachung der Aktivitätszeit in der Planung hilft überhaupt mal zu realistischen Zeitangaben zu kommen. Und das Handy aus der Hand zu legen hilft sowieso immer.
Da müssten nun eigentlich sich zumindest hier und da ein paar jungfräuliche Zeitlücken auftun.
Panik.
Was tut man damit?
Also ich weiß von mir selbst, dass ich eigentlich immer meine gesamte Todo-List so überfrachte, dass ich in dieser jetzigen Sekunde begonnen, vermutlich die nächste Jahrzehntwende erreiche, wenn ich alles – wirklich alles, alles (also auch die drei Schachteln, die vom vorletzten Umzug beim letzten Umzug einfach mit umgezogen wurden, alle Kinderkleidung, auch die Babysachen,…) durch- und abgearbeitet haben will.
Für Zeiten, wo ich weder am PC noch an der Nähmaschine – oder neuerdings Staffelei arbeiten möchte, hätte ich auch noch immer 2 bis 20 StrickUFOs parat. Und wenn gar nix mehr hilft –  selbstverständlich habe ich mein Sportprogramm absolviert – dann kann ich auch jederzeit wieder mal Macarons versuchen.
Was für einen Vogel habe ich eigentlich?

Ich weiß, mein Name ist schon ein gewisses Programm. Aber die Via dolorosa MUSS man ja nicht um jeden Preis beschreiten.

Man kann den Wegweiser lesen und sich dagegen entscheiden. Man kann den Weg probieren und auf halbem Wege umdrehen, wegen zu großer Beschwerlichkeit. Erfahrene Bergsteiger machen das ständig – sonst wären sie nicht mehr am Leben.
Also was treibt mich dazu, mir selbst keine einzige Minute unverplanter Zeit zuzugestehen?
Welche Angst in mir muss alles ausprobieren, kann zu keinem DIY Nein sagen, möchte jedes Hobby zumindest zu einem Nebenjob ausbreiten?
Oder kann keine einmal ausgeübte Profession voll und ganz ad acta legen, sondern muss jede wie immer geartete Hintertür offen lassen?

Möge ich angesichts der nächsten unverplanten Zeitlücke einmal den Mut finden, mich auf einen der von mir selbst wunderschön geschaffenen Plätze im neu renovierten Heim begeben und über diese Fragen sinnieren. Mit ausreichend Geduld bis die Antworten sich zu mir trauen…

In der Zwischenzeit zurück zum Wohlvertrauten und Althergebrachten: Was tun – heute wird zugeschnitten!

Wie ja schon bemerkt wurde, hat der Rock eine breite Hüftpasse und rockig wird’s eigentlich erst darunter – äh also ab da abwärts 😉
D.h. die Rockbahnen sind etwas kürzer – inklusive einem hübschen Saum, habe ich meine 55 cm lang gemacht.
-> zwei Stoffstreifen so breit wie der Stoff ist, je 55 cm lang.
Fadengerade reißen ist meine erste Wahl für solche Angaben. Aber Achtung! Nicht jeder Stoff lässt sich gerne und gut reißen – bitte vorher ausprobieren. Sonst halt gerade schneiden 😉

Dann brauchst du (waren wir nicht in einem der letzten Posts per Sie? hmm…) die Teile für die Hüftpasse:
1 x das Vorderteil im Stoffbruch,
2 x das Rückenteil (ich schneiden den auch im Stoffbruch zu – und schneide das Teil dann auseinander…)

Dann 2 x gegengleich die Taschenbeutel (die kommen 1 x aus Oberstoff, 1 x aus Futterstoff).

Dann insgesamt 2 m Passepoilestreifen im 45° Winkel zugeschnitten – also im schrägen Fadenlauf – jeweils 2,5 cm breit.

Dann wiederholst du alle Schritte – bis auf die Passepoilestreifen – mit dem Futterstoff – wobei der Futterrock 2 cm kürzer sein darf als der Oberstoffrock.

Und dann (ob jetzt wieder die Orthographen aufs Tapet kommen? Vier Mal „dann“ und dann noch ein „Und dann“ puh, das schaut nicht gut aus für mich ;-))
Also dann nimmst du die Oberstoff-Passenteile und schneidest noch Vlieseline zu.

Genug für heute. Ausatmen. Punsch trinken. Kekse backen. Nix tun.

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1 Antwort
  1. Pezi
    Pezi sagte:

    Liebe Dolores,

    Du schreibst mir aus der Seele.

    Manchmal bin ich paralysiert davon, das ich 1 Stunde Zeit habe und ich mich nicht entscheiden kann was ich „produktives“ damit anstellen soll und weil ich dann eine Stunde panisch und unentschlossen herumzapple fühle ich mich danach schuldig nix weitergebracht zu haben.
    Wie deppat ist das denn bitte?!

    Vielen Dank dafür, das ich mich nicht alleine damit fühle 😉

    Liebe Grüße!
    Pezi

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