BOM 2014…Zangengriff und Rituale

So meine Lieben…
wie geht es Euch mit 2014?
Habt Ihr schon ein Gefühl dafür entwickelt?
Konntet Ihr schon einige Ziele festmachen?
Was wollt Ihr erlebt/erledigt/erreicht haben, wenn Ihr Euch Anfang 2015 umdreht und auf das Jahr 2014 zurückblickt?

Kleiner Tipp für Eure Ziele:
Meine Lieblingstante Birkenbihl empfiehlt ja zur Zielvisualisierung Folgendes:
MINDESTENS ZEHN Minuten lang SICH SELBST im erreichten Ziel vorstellen – wie fühlt es sich an, wie riecht es, was habe ich an, was esse/trinke ich, was sagen ANDERE zu mir? Wie wirke ich auf andere? Was sage ICH ZU ANDEREN?
Wer die zehn Minuten nicht durchhält, der hat nicht das richtige Ziel!!!

Also heute abend mal 10 Minuten früher ins Bett und dann ganz intensiv sich das/die Ziel/e imaginieren… klappt das gut? Fein!
Wenn nicht – zurück zum Start und schauen, was ist es wirklich, was ICH will – nicht was ich SOLLTE..

Gut.
Ein weiterer Schritt zum Thema Ziel ist der Zangengriff:
Jetzt wird das Ziel in die Mangel genommen.
Zuerst mal das Ziel vorstellen – also damit meine ich, SICH SELBST im erreichten Ziel vorstellen (s.o.) – WORAN ERKENNE ICH, DASS ICH DAS ZIEL ERREICHT HABE?

Also, wer z.B: abnehmen will, der hat´s leicht: 3 kg weniger auf der Waage und in die Lieblingsjeans reinpassen. Ziemlich leicht zu erkennen, wenn das Ziel erreicht ist.
Aber bei Organisation?
Ich für mich habe das so definiert: nicht mehr überrascht werden von Ereignissen, die planbar sind, bzw. nicht erinnert werden an etwas, was ich eigentlich hätte wissen/ erledigen sollen…
Gut, das ist jetzt bissl sehr trocken.
Hat für mich ungefähr den Sexappeal von…ich bin schlecht in Rechnungswesen. So schlecht, dass ich vermutlich durchfalle. (Real erlebtes Szenario). Ich muss besser werden. So gut, dass ich durchkomme.
Das hat so viel Anreiz wie Dachboden entrümpeln oder so.
Aberrrrrrr:
Wenn ich das Jahr schaffe und durchkomme, bin ich früher aus der verhassten Schule draussen und kann Dinge machen, die mich wirklich interessieren!
Ahaaaaaa….
Das klingt reizvoll.
(Ich hatte in diesem Jahr die beste Note in Rechnungswesen, die ich je in meinem ganzen Rechnungswesenleben hatte, ich hatte sogar SELBST organisiert Nachhilfestunden genommen – nur um ganz sicher zu gehen, dass ich ja nicht noch eine Ehrenrunde drehen musste ;-)))

Zurück zum Organisieren.

Also das mit dem Nix-mehr-Versäumen, in letzter Minute etc …naja, da muss eine andere Karotte her.
Ich hab sie auch schon:
Einmal in der Woche gehe ich eine Stunde in ein Kaffeehaus!
UNVERPLANTE ZEIT.
(Gerade wer viele Termine hat und diese oft dicht gesetzt hat, braucht dazwischen UNVERPLANTE ZEIT, sonst bekommt man das Gefühl gestresst zu sein…)
Nur mit mir.
Ich und ein Cappucchino.
Zwischen Arbeit und Mutti-Leben.
Das Kind muss an dem Tag bis zum Schluss im Kiga bleiben.
Es gibt an diesem Tag Tiefkühlfutter zu Hause.
Ich habe ein Date mit mir.
Was ich in dem Kaffeehaus mache, ist wurscht.
Aber ich muss dahin gehen.

DAS ist meine Karotte.

Also ICH erkenne daran, dass ich das Ziel erreicht habe, dass mein Terminkalender abgegriffen und vollgeschmiert ist – ich ihn also benutze und dass ich 52 Kaffees mit mir allein getrunken habe ;-)).

Gut.
Aber für die Zange brauchen wir auch noch die andere Seite der Zange:
WELCHE ERSTEN SCHRITTE BRAUCHT ES um mein Ziel zu erreichen?

Wieder das Abnehmbeispiel:
Weniger essen, das richtige essen, mehr Bewegung: ev. Sportkleidung kaufen, ev. Laufschuhe/Walkingstöcke kaufen, früher aufstehen, alle Süßigkeiten verbannen…

Bei der Organisation sieht es bissl anders aus:
Ein Kalender muss her!
Ohne geht es nicht!

Ich habe zwei.
Einen aus Papier.
Und einen am PC/Handy.

Den digitalen nehm ich für unterwegs.
Schneller lässt sich nix eintragen.
Außerdem kann das Ding mich dann mit Pieps am Vortag und 1h vor einem Ereignis erinnern.
Nicht schlecht.

Aber ich bin auch ein kreativer Mensch.
Ein visueller Mensch.
Ich brauche die Woche auf einen Blick.
Und das schaffen meine digitalen Kalender nicht so gut.
Also setze ich mich am Ende der Woche hin und übertrage alle meine Termine aus dem digitalen Kalender in den Papierkalender.
So beschäftige ich mich schon mal im Vorhinein mit der/dem nächsten Woche/Monat und bekomme ein Gefühl für sie/ihn: Gibt es viele Termine, eine großes Ereignis…ich kann mein Hirn schon etwas „anwärmen“ und weiß schon z.B: ob ich TK-Futter einlagern muss oder ob ich mal Zeit habe etwas Neues auszuprobieren…ob ich Zeit habe für ein Nähprojekt oder all meine Energie brauche um die Woche überhaupt zu „wuppen“…

DAS MUSS ZU EINEM RITUAL WERDEN!
Der durchaus infragestellbare Tony Robbins, den ich auch schon letzte Woche zitiert habe, meint, dass, um ein Ziel zu erreichen, es Rituale braucht: immer wieder das Gleiche tun, stoisch, ohne viel Nachdenken…und angeblich braucht es 28 Tage damit etwas zum Ritual wird.
Also bitte jetzt mal einen Monat lang immer wieder Kalender zücken und aktualisieren!

Und jetzt habe ich auch gleich die zweite Aufgabe für Euch für die kommende Woche:
ANALYSE!
Analysiert mal Eure Woche.
Jede Stunde.
Schlafen.
Frühstücken.
Kinder fertig machen für Kiga/Schule.
Sich selbst fertig machen für Arbeit.
Arbeit (inkl. Wegzeit von/zu)
Einkaufen
Kochen/Abendessen/Haushalt
?
?
?
Keine Sorge, es geht nur um eine Woche, wer will einen Monat… es geht nur darum ein Gefühl dafür zu bekommen, was wie lange dauert.
Wer von 9-15h arbeitet, kann nicht gut um 15h irgendwo sein, wenn er da grad bei der Arbeit raus geht…Kinderarzttermin um 16h wird knapp, wenn Kiga, Arbeit und Kinderarzt nicht sehr nah beeinander liegen..
Also ich tendiere ja dazu im Kalender Nettozeiten einzutragen – also 16h Kinderarzttermin.
In Wirklichkeit müsste ich aber mindestens 15 – 17.30 als besetzt mit Kinderarzttermin kennzeichnen.
Dann ist mir auch klar, warum ich an diesem Abend eher nicht das 3-gängige Menü auf den Tisch stellen kann…
Und wer kleine Kinder hat (oder ganz kleine), dem sei sowieso empfohlen nur einen Termin pro Tag festzulegen…denn je kleiner das Kind ist, desto sicherer ist, dass es einen zu knapp gesetzten Termin kippt: ungefähr 100%ig kriegt so ein Kind dann beim Abholen aus dem Kiga genau DANN den Trotzanfall und gar nix geht mehr…mit viel Luft vorne, geht man auch ganz entspannt hin und diese Entspannung überträgt sich dann wieder auf das Kind…aber das wisst Ihr sicher sowieso alle besser als ich ;-)))))

So damit entlasse ich Euch in die nächste Woche und wünsche Euch viel Spaß beim sich selbst im Ziel vorstellen und nachdenken wie lange man beim Zähneputzen braucht ;-)))

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6 Kommentare
  1. NNade
    NNade sagte:

    Mein guter Vorsatz für 2014: Lese einen Post bis zum ENDE – sei er auch noch so lang. Und werde belohnt mit einem guten Motivationstraining 🙂

    Was zudem hilfreich ist, sich nicht nur vorzustellen wie es ist, wenn man ein Zeil erreicht hat, sondern Ziele auch richtig zu formulieren. Die Theorie meint, wenn man etwas im Futur formuliert, wird es für immer ein Zukunftsgedanke bleiben. Formuliert man seine Ziele hingegen im Präsens, können Ziele auch erreicht werden, weil sie sich dann in der Gegenwart manifestieren. Es heißt dann also nicht: "ICH WERDE in meine Lieblingsjeans passen", sondern "ICH PASSE in meine Lieblingsjeans".

    In diesem Sinne …
    Nadine

    Ich passe in meine Lieblingsjeans, ich passe in meine Lieblingsjeans, ich passe in meine Lieblingsjeans, ich passe in meine Lieblingsjeans, ich passe in meine Lieblingsjeans, ich passe in meine Lieblingsjeans, ich passe in meine Lieblingsjeans, ich passe in meine Lieblingsjeans, ich passe in meine Lieblingsjeans, ich passe in meine Lieblingsjeans …

  2. greta und das rotkäppchen
    greta und das rotkäppchen sagte:

    Wow, das nenne ich mal Motivation… Das mit dem Ziel ist grad sauwichtig für mich und ich bin gespannt was dabei herauskommt. Danke für den Post. Erst hab ich gedacht… oh je soviel lesen, dann war es so spannend 🙂

    Lieben Gruß Claude

  3. creat.ING[dh]
    creat.ING[dh] sagte:

    Ich habe auch schon sehnsüchtig darauf gewartet, wie es weitergeht. habe ich meine hausaufgaben der ersten woche gleich mal erledigt.
    auch heute wieder ein ganz toller denkanstoß für mich, das werde ich mir später noch mal und dann noch mal durchlesen. das ist gar nicht so einfach, sich 2014 im rückspiegel anzusehen.
    ich habe schon seit es die ersten digitalenkalender igbt so einen, auch wenn die papierkalender hübsch sind, das erinnern ist einfach unbezahlbar. und ich bin einfach zu perfektionistisch, mich macht es dann wahnisinng, wenn ich radieren muss und der kalender nicht ordentlich ist… da muss ich aber auch ein wenig über mich selber schmunzeln, denn da stehe ich mir eindeutig selber im weg
    mal schauen, wir haben heuer sogar noch 2 weitere große familienkalender im haus hängen…. da sollten wir dann auch untereinander den überblick bewahren auch für die nähzeit…
    danke dir wieder für den tollen beitrag und die wochenaufgabe
    lg dodo

  4. hagymade
    hagymade sagte:

    Danke – mit deiner Hilfe und de vielen Tips und Trix wird das ein wunderbar
    Organisiertes Jahr. ….und mit dem Babyspeck verlieren klappts dann auch 😉
    Lg Karin

  5. oh-mimmi
    oh-mimmi sagte:

    Ich hab schon auf Deinen neuen BOM-Bericht gewartet 🙂
    Diese Woche hab ich mir erstmal einen neuen schicken Block gekauft, der vollgeschrieben werden will … so etwas analoges hab ich schon lange nicht mehr gemacht 😉
    Hah … Rechnungswesen? Auch mein Grund für eine Ehrenrunde!
    Weiterhin viel Erfolg!
    Christel

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