Selbermachen: FOE oder ran an den Gummi!

Die Hitzewelle hat mein Heimatland fest im Griff. Aber nach mittlerweile zwei Wochen habe ich mich endlich aklimatisiert und habe nun wieder Zugang zu der grauen Masse zwischen meinen Ohren gefunden…
Letztens war ich – im schön kühlen – Stoffsalon und habe NEONfarbene Gummibänder gefunden. Klar, dass ich die nicht dort lassen konnte.
FOE heissen die Dinger bei unseren angelsächsischen Freundinnen: Fold-Over-Elastic – äh…Drüberfaltgummi.
Eine geniale Erfindung um dehnbare Kanten zu erzeugen, die aber schön flach bleiben sollen. Kennt jeder im Prinzip von Unterwäsche und Badezeug. Gibts bei uns auch schon länger, aber natürlich nicht in Neonfarben.
Jedenfalls Grund genug um hier ein hübsches Tutorial zusammenzufuddeln:

FOE eignen sich super neben allem Dessous und Bademodenartigem für flache Abschlüsse dünner Stoffe. Ideal also für alles was unter irgendwas getragen wird, z.B: Leggings. Oder einfache A-Linien Röcke.

Ihr braucht:
FOE, leicht gedehnt am Kind/Träger abmessen
das Projekt, das eben damit versehen werden soll, in meinem Fall Leggings, nach dem Schnitt, der bei Kaito dabei ist.
ACHTUNG: wenn beim Schnitt an der oberen Kante Stoff vorgesehen ist zum Umschlagen, damit man dann einen Gummi einziehen kann, diesen UMSCHLAG WEGLASSEN (oder falls Ihr schon zugeschnitten habt, wegschneiden)!

Heatwave is still here. But after two weeks I managed to find a way to the grey mass between my ears…
Last time I visited the wonderful climated Stoffsalon I saw NEON-FOE!!! Also known as fold over elastic. Of course I had to get some for me.
Its a perfect stretchy slim finish for lightweight garments like leggings or simple A-line skirts. I think everyone is familiar with this technique from underwear or bathing suits. FOE are available in plain colors since quite a time, but in NEON they are new to me, so I thought it is worth a nice tutorial…


You need:
FOE, best way to estimate the needed length is to wrap it around your kids/wearers waist and stretch a bit – so it feels comfy for the wearer.
I used it for a pair of leggings (part of my Kaito pattern)
ATTENTION: if your pattern has added fabric in the waistline to fold over for an elastic, be sure to skip that extra fabric (or cut it, if you already have cut the pieces)!

1. Leggingsteile zugeschnitten
2. VM und RM schließen
3. innere Beinnähte schließen, dabei drauf achten, dass die VM und RM-Nähte sich treffen

1. pieces cutted
2. close CF and CB
3. close inner legseams, make sure CF and CB are matching



1. Leggings fertig für FOE
2. Linke/Rechte Seite rausfinden: Wenn Ihr den Gummi genau anschaut, hat der zwei verschiedene Seiten, wenn Ihr bisschen rumspielt, merkt Ihr welche Seite sich leichter der Länge nach falten lässt, und welche sich bisschen sträubt….anderes Merkmal für die linke Seite, hier ist diese Mittelrille weniger ausgeprägt, fast flach…
3. Re/re die Enden mit ca. 1 cm NZ zusammennähen (aufpassen, dass der Gummi nicht verdreht ist!)

1. Leggings ready for FOE
2. right/wrong side definition: If you look close, you will recognize the difference between the two sides of the elastic, play around a bit while folding lengthwise and you will feel, one side is easier to fold… another hint for the wrong side: the middle gap is nearly even…
3. Place right side on right side (make sure elastic is not twisted!) and close with 1 cm seam allowance

1. Hose und Gummi vierteln und markieren
2. die Gumminaht kommt nach hinten zur RM der Hose, dabei die NZ schön nach links und rechts flach anstecken
die Gummimarkierungen rundherum auf die Hosenmarkierungen stecken – dabei den Gummi dehnen, feststecken, loslassen und weiter zum nächsten Punkt
3. dann den Gummi über die Stoffkante klappen und feststecken – hier gilt: mehr ist mehr! Mehr Stecknadeln sind besser. Unbedingt drauf achten, dass die Stoffkante innen WIRKLICH GENAU in der inneren Gummifalte liegt!
4. Sollte dann so aussehen…

1. With CB seam as starting point divide leggings and elastic in 4 quarters and mark the points
2. pin elastic seam to the CB seam, make sure to flatten the seam allowances
now match elastic marks with leggings marks all the way round: stretch elastic, match the marks, pin and release, next point…
3. fold elastic over fabric edge and pin down – make sure: more is more! More pins are better
Pay attention the fabric edge really touches the inner folding rut of the elastic!
4. should look like that…



So jetzt gehts zur Maschine.
1. Meine uralte Nähmaschine im Landhaus hat diesen Spezialzickzackstich, der super elastisch ist. Ich bin mir sicher, Ihr findet etwas ähnliches auf Euren Maschinen…alles ist super, was Zickzack ist und elastisch…
2. So absteppen, dass die linken Spitzen des Zickzackstichs in den Stoff stechen, sonst alles am Gummi einsticht…
3. + 4. … wie Ihr sehen könnt, gelingt mir das auch nicht immer….;-)))

Now move to the machine.
1. My superold countryhouse machine has this special elastic stitch. I am sure your machine has something similar. Everything is good, as long as it is a kind of zig-zag and it is elastic…
2. Work the seam so the left points of the zigzag stitches into the fabric, while all the rest of the zigzag stitches into the elastic…
3. + 4. … as you can see, my seams are far away from being perfect… ;-)))



Aber wie Ihr am Endergebnis sehen könnt, tut das der Sache keinen Abbruch: Super professionelles Finish für eine coole Leggings. Und das alles in weniger als einer halben Stunde – inkl. Leggingsnähen.
Das nenn ich ein 40° Projekt. Blöd nur, das kein Mensch bei diesen Temperaturen Leggings tragen kann ;-)))
Wie auch immer. Ich hoffe Ihr hattet Spaß und probiert das mal aus, es ist wirklich einfach und wie Ihr seht, auch wenn es nicht 100%ig perfekt gearbeitet ist, sieht es richtig cool aus… vielleicht wollt Ihr Eure Erfahrungen in den Kommentaren teilen? Ich bin neugierig!

but as you can see the finished object is still great: a super professional finish for cool leggings, all less than half an hour – leggings sewing included. This I call a 80°+ project. Only downside: no one is able to wear leggings at these temperatures ;-))
However. I hope you enjoyed the tutorial and give it a try. It is really simple and as you can see, even if you do not work super accurate, it looks really cool…maybe you want to share your experiences in the comments? I am curious!

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