Draussen: Das Leben ist ein Ponyhof

Meist erzähle ich hier ja eher von den Untiefen des Mutterlebens… aber letztes Wochenende hat meine kleine Tochter, die in einem Monat FÜNF wird, mir ein Erlebnis beschert, wo ich eigentlich noch immer mit offenem Mund dastehe und das mich mit sooooviel Mutterstolz und -liebe erfüllt, dass ich es auch mit Euch teilen will:

Durch den Tod meiner Mutter bin ich ja jetzt Hausbesitzerin. Mit großem Grundstück hinterm Haus, wo eben bis letztes Wochenende ein Weingarten stand. Nein, ich bin mit Weingärten aufgewachsen, sie haben mein Leben eher negativ bestimmt. Sie waren die Liebe meiner Mutter. Aber meine? Nein, ich bin mit Weingärten fertig. Der musste raus.
Gleich überm Feldweg dahinter ist eine Pferdekoppel.
Das kleine Kind: Ich mag da mal reiten.
Mutter: Gut, gehst da hinten hin und schaust ob wer da ist und fragst mal.
(Ich habe schon vor Monaten mal gefragt, ob sie die Pferde mal streicheln dürfen, und wusste die Besitzer sind sehr nett…)
Das kleine Kind geht schnurstracks, im Gefolge die großes Schwester und ein Gastkind.
Kurze Zeit später stehen die Größeren wieder da, man bräuchte eine lange Hose und andere Schuhe.
Dann das kleine Kind, vor Aufregung kaum zu verstehen: Ich brauch eine lange Hose und zue (geschlossene) Schuhe.
Mutter: Ja, stimmt, nächstes Mal nehmen wir welche mit.
Kind: Ich kann auch Gummistiefel nehmen.
Mutter: Ja, gute Idee.
Mutter geht von der Terrasse Kaffee kochen. Als sie wieder kommt, berichtet die Tante, das kleine Kind wäre in langer Hose und Gummistiefeln wieder Richtung Koppel gestapft.
Mutter: ???….okeeeeee
Dann sieht man die Pferdebesitzerin mit jemandem reden, dann sieht man wie ein Pferd gesattelt wird und wenig später sieht man wie das kleine Kind auf einem Pferd sitzt.
Und die Mutter den Mund nicht mehr zukriegt…
Das große Kind wollte dann auch mal, durfte auch, hat aber nach der deutlich kürzeren Runde gleich wieder die Szene verlassen. Das Gastkind war männlich und hat offenbar diesen Viechern gar nix abgewinnen können…
Das kleine Kind blieb dann bei der Koppel stehen und sog das Pferdemädchengen offenbar sehr tief ein. Wir mussten sie dann holen, als wir wegfuhren.

Diesse Kind hat offenbar um so viel mehr Ahnung vom Leben. Weiß sooo supergut, was sie braucht und wie sie das jetzt kriegt.
Hut ab Mädchen, möge Dir das NIE abhanden kommen… und in der Zwischenzeit: Jipppieyahjeee!!!

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