Einen Namen braucht das Kind…

Bei dem Amsterdam-Besuch habe ich ja ganz wunderbare Frauen kennengelernt – und ganz wunderliche Geschichten gehört. Unter anderem von einer Frau Kruse – die einfach so heisst – und von dem an sich sehr nette Sachen machenden Unternehmen Käthe Kruse auf böseste Weise per Anwalt und allem brimborium darauf hingewiesen wurde, dass es völlig wurscht ist wie sie heisst – man werde sie in jedem Land der Welt   auf Markenverletzung verklagen…Kennen wir doch von Jakob Wolfshaut – oder?
Eine andere Story – in den Niederlanden – verlief ganz genauso.
Das kleine Label musste sich umnennen und das kostete viel Geld. Anwalt sowieso. Aber auch neue Drucksorten, Labels, Homepage.

Als ich die Idee zum Kindermagazin hatte, war nach kurzer Zeit klar: das Kind braucht einen Namen!
Unzählige Zettel, unzählige Namen – ich denke, die, die das hier lesen, sind alle irgendwie in der Blogwelt vertreten und kennen nicht zuletzt daher die Problematik genau. Vielleicht haben die einen oder anderen sogar ein kleines Indie-Label…

Aber dann: Endlich war er gefunden: 7Sachen!
Perfekt!
Die Sieben bietet eine Unzahl von Möglichkeiten für ein Magazin – herrlich.

Kein Mensch machte sich die Mühe das großartig zu überprüfen (o.k. nicht mal kleinartig, nämlich gar nicht…).
Kurz bevor – also um genau zu sein – einen Tag bevor die Sachen zum Drucker geschickt wurden, hatte dann doch ein helles Licht hier die Idee das mal zu checken.
Es kam, was kommen musste!
7sachen ist geschützt – nicht in Österreich, aber in Deutschland. Und soweit ich es kapiert habe auch nicht mit dem Siebener aber so: siebensachen.
Es gehört den Herren Jörg Adam  und Dominik Harborth, zwei Designer, die recht nette Sachen designen und auf ihrer HP ganz sympathisch rüberkommen.
Das Markenrecht kann man für bestimmte Warengruppen definieren. Und da gibt es eine die umfasst so Papierkram und alles möglich, leider auch Magazine. Da die beiden u.a. ein Memoryspiel designt haben, nehm ich an, dass sie sich diese Gruppe schützen ließen. Keine Ahnung ob sie je vorhaben auch ein Magazin zu machen.

Aber auch wenn ich hier alles mit 7sachen aufgezogen habe. Mir ist irgendwie nicht wohl dabei. Ich will, wenn ich jetzt schon soviel Arbeit reinstecke – und nicht zuletzt wahrscheinlich auch Geld – dann nicht ganz zum Schluss irgendeinem Anwalt dazu verhelfen, seine gesamte Familie mit SUVs zu versorgen…
Dann lieber einen anderen Namen.

Aber vorher dachte ich, ich schreibe Jörg und Dominik mal ein Mail und frage sie, wie sie die ganze Sache sehen.

Aber dann viel mir blogland ein und ich dachte, angeblich sind es nur 5 Leute bis zu Madonna, da könnte es doch sein, dass es bis zu Jörg und Dominik nur drei sind – und vielleicht liest einer davon diesen Blog – und ganz, ganz vielleicht könnte dieser jemand etwas „Lobbying“ für das Magazin bei den Beiden betreiben – so im Sinne: „Hör mal, da gibts so eine verrückte Österreicherin, die will ein Indie-Kinderdesign-Magazin machen, keine große Sache, aber die hat jetzt eine Heidenangst, dass ihr sie gleich urigst verklagt, wenn das Heft draussen ist…könntet Ihr nicht damit leben, dass es ein „7sachen“-Magazin gibt?“

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